Für Betroffene
Grundlagen, Auslöser im Alltag, Krankheitsverlauf, Fieber, Notfall und Reisen – verständlich erklärt.
Mehr erfahrenEin G6PD-Mangel ist meist harmlos – solange man die richtigen Auslöser kennt und vermeidet. Hier finden Sie verständliche, geprüfte Informationen für den Alltag mit G6PD-Mangel und Favismus. Jede Aussage ist mit Quelle belegt.
Ein Zustand – keine Krankheit im eigentlichen Sinn. Erst bestimmte Auslöser machen ihn gefährlich.
Bei einem G6PD-Mangel fehlt den roten Blutkörperchen ein Stück ihres Schutzes vor „oxidativem Stress". Solange keine auslösenden Stoffe hinzukommen, merken die meisten Menschen nichts davon. Kommen jedoch bestimmte Auslöser dazu – allen voran Favabohnen (Dicke Bohnen), Infektionen oder einige Medikamente – können rote Blutkörperchen zerfallen (Hämolyse). Bricht dies nach dem Verzehr von Favabohnen aus, spricht man von Favismus.
Der G6PD-Mangel ist die häufigste Enzymstörung des Menschen: Weltweit sind schätzungsweise 400–500 Millionen Menschen betroffen. Mit dem richtigen Wissen lässt sich ein normales, unbeschwertes Leben führen.
Quelle: StatPearls, G6PD Deficiency, 2024 · CPIC-Leitlinie 2022/2023
Grundlagen, Auslöser im Alltag, Krankheitsverlauf, Fieber, Notfall und Reisen – verständlich erklärt.
Mehr erfahrenWelche Wirkstoffe sind sicher, welche zu meiden? Durchsuchbar, mit Präparaten, Verlauf und Quellen.
Zur ListePathophysiologie, Genetik & WHO-Klassifikation 2022, Diagnostik und Therapie – für Ärztinnen und Ärzte.
FachinfosWorauf bei Malaria-Prophylaxe und in Ländern mit hoher Verbreitung zu achten ist.
Reise-HinweiseDie meisten Hämolysen entstehen nicht durch Medikamente, sondern durch diese drei Auslöser.

Der mit Abstand häufigste Auslöser (rund 72 % der schweren Fälle). Enthält die Stoffe Vicin und Convicin. Auch Saubohnen, Puffbohnen, Fava.
Quelle: Gronich et al., 2024
Der zweithäufigste Auslöser. Die Immunabwehr erzeugt oxidativen Stress. Deshalb ist bei fieberhaften Infekten Aufmerksamkeit wichtig.
Quelle: Gronich et al., 2024
Nur wenige Wirkstoffe sind wirklich gefährlich. Viele früher gefürchtete gelten heute als unbedenklich – prüfen Sie sie in der Medikamentenliste.
Zur Beruhigung: Mit dem Vermeiden weniger Auslöser führen die meisten Menschen mit G6PD-Mangel ein völlig normales Leben. Diese Seite ersetzt aber kein ärztliches Gespräch.
„Unser Sohn war mit 16 Monaten von einem Favismus mit hämolytischer Anämie betroffen und konnte gerade noch rechtzeitig mit einer Bluttransfusion gerettet werden."
Aus dieser Erfahrung ist diese Seite entstanden – um anderen Familien zu helfen und für ein freiwilliges Neugeborenen-Screening von Risikogruppen zu werben. Heute ist unser Sohn völlig gesund.
Unsere Geschichte